Medien in der Digitalisierung – den Wandel gestalten!

Mit der Digitalisierung verändern sich Netzwerke und Schnittstellen in der Arbeitswelt. Steinbeis-Expertinnen stellten dies ins Zentrum der Netzwerkveranstaltung „Medien in der Digitalisierung – den Wandel gestalten!“ am 29. November 2018 im Steinbeis-Haus für Management und Technologie in Stuttgart-Hohenheim. Kooperationspartner waren die beiden Netzwerke Digital Media Women e.V. und Women in Film and Television Germany e.V. Wir fanden das Event so inspirierend, dass wir uns für einen ausführlichen Rückblick entschieden haben – dialogisch als Blogchat.

Der Titel “Medien in der Digitalisierung – den Wandel gestalten!” ist in unseren täglichen Gesprächen Programm. Als ich dich gefragt habe, ob du zum Event mitkommst, warst du ja gleich begeistert vom Thema und den Programmpunkten. Wie hat dir denn die Veranstaltung insgesamt gefallen? Was hast du mitgenommen?

Bei unserer Ankunft im Steinbeis-Haus für Management und Technologie in Stuttgart-Hohenheim dachte ich vor allem eines: Nach Rückkehr ins Büro am Abend stünden noch drei bis vier Stunden Arbeit an. Die Zeit war wirklich abgeknapst. Deshalb war ich zwar grundsätzlich offen und gespannt auf den Nachmittag – aber auch reichlich abgelenkt.

Umso positiver dann die Überraschung gleich beim ersten Impulsvortrag, in dem Christine Regitz von SAP SE über den Wandel in ihrem Unternehmen sprach. Statt Beratersprech und Buzzwords hatte sie eine Reihe authentischer Fotos aus Walldorf dabei. Sie sprach erfrischend persönlich und authentisch über mobiles Arbeiten, machte deutlich, dass die Flexibilität, die Software-Unternehmen inzwischen an den Tag legen, von Außenstehenden oft unterschätzt werde.

Home Office sei schon wieder von gestern, wirklich Arbeiten zwischen Office, Zuhause und KiTa heutzutage kein Problem mehr. “Sehen Sie: Ich habe dieses Notebook und meinen Kopfhörer dabei, das ist mein Büro, damit bin ich absolut arbeitsfähig, egal wo.” Dies aber zum Preis eines Erreichbarkeitsdrucks, den man selbst steuern und mitgestalten muss. Das hat sie sehr direkt und nachvollziehbar vermittelt. Fand ich gleich zum Einstieg richtig toll.

Christine Regitz von SAP SE

Christine Regitz von SAP SE

Christine Regitz von SAP SE hat uns mit Ihrem Impuls einen wirklich guten Einstieg ins Thema bereitet. Bei SAP dachte ich bisher immer noch an mein Zertifikat für SAP R3, für das ich 2000 ziemlich hart gekämpft habe und selber erstaunt war, dass ich 100 von 100 Punkten erzielt habe. Allein die Erinnerung an den trockenen Lehrstoff und die Programmoberfläche (als Admin), die sich ziemlich komplex darstellte. Es wurde wirklich Zeit, dass mein (zu lang gehegtes) Vorurteil aufgehoben wurde. Somit kann ich als Feedback geben: Ziel erreicht. Ich würde mir sogar gern die neue Oberfläche mal kurz anschauen und Vergleiche zu früher ziehen. Beinahe könnte man sich sogar vorstellen dort zu arbeiten, obwohl ich mich nach 13 Jahren Freiberuflichkeit nicht so schnell an die “Angestellten-Kette” legen lassen würde.

Wie interessant, ähnlich dachte ich auch! Ich finde es toll, dass die Menschen in solch zeitgemäß strukturierten Unternehmen zeitlich und räumlich flexibel arbeiten können. Damit schnuppern Angestellte ein Stück der Freiheit, die wir als Selbstständige haben. Die binäre Unterscheidung “angestellt und an den Schreibtisch gebunden” versus “selbstständig und ohne Sicherheit und Halt” ist nicht mehr zwingend. Also eine Grauzone im positiven Sinne. Christine Regitz hat SAP SE hier attraktiv in Szene gesetzt, aber ganz natürlich, nicht aufgesetzt. So sieht meines Erachtens glaubwürdiges Employer Branding aus.

Um Grauzonen im durchaus auch negativen Sinne ging es dann später am Nachmittag im Workshop “Digitalisierung als Herausforderung an die Ethik –  Privatheit und Verantwortung” mit Dr. Uta Müller und Laura Schelenz von der Universität Tübingen. Den Workshop fand ich richtig stark und habe reichlich Inspiration mitgenommen. Dir ging es auch so, hast du gesagt. Was hat dich in diesem Ethik-Workshop am meisten überrascht?

Mich hat die Dynamik, die sich während des Workshops entwickelte, überrascht. Zunächst – und das war gut so – hat Dr. Uta Müller uns mit “Theorie gefüttert”, damit wir auf einen gewissen Stand kommen. Titel der Folien waren beispielsweise: “Grundverständnis von Ethik” oder “Privatheit – Bedeutungsdimensionen” und “Schutz der dezisionalen Privatheit”.

Das Eintauchen war gut gemacht, denn auf so ein komplexes Thema muss man sich vorbereiten, wenn man darüber anschließend in der Gruppe diskutieren möchte. Da fühlte ich mich beinahe ein bisschen wie an einer Uni – aber angenehm, mit dem wissenschaftlichen Ansatz. Nach der Theorie gingen wir in die Praxis. Da blühten und drehten wir beide auf, im positiven Sinne – so empfand ich es.

Gerade zum Schwerpunkt “Gestaltungsmöglichkeiten der Digitalisierung” haben wir beide ja schon unendlich viele Gespräche geführt. Und das nicht erst seit der DSGVO.

Ich muss sagen, ich bin selten so tief nachhaltig wirkend zum Nach-Nachdenken inspiriert gewesen, weil mich das Thema tagtäglich beschäftigt. Leider legt man es viel zu oft beiseite, weil andere Dinge anstehen. Man müsste jedoch viel mehr darüber nachdenken, sprechen und auch publizieren sowie mitgestalten.

Was hat dich am meisten beeindruckt und woran “knusperst” du (immer noch) ein bisschen?

Wir hatten ja am Flipchart Chancen und Risiken gesammelt. Mein erster Beitrag in der Diskussion gehörte zu den Chancen: Die Digitalisierung biete die Chance, dass sich Menschen online finden und ihre Kräfte für eine gute Sache bündeln. Das verband ich mit dem Wunsch, dass “die Guten” – die gemeinnützigen – Kräfte im Internet lauter, stärker werden sollten.

Dazu möchte ich, auch im Alltag, selbst beitragen; davon würde ich aber auch gern einfach mehr erleben, mehr positive Beispiele sehen. Ich weiß nicht, ob du es auch so empfindest, aber in meinen Augen drehte die Diskussion dann stark in Richtung Risiken. Thematisiert wurden Probleme wie die Enthemmung durch Anonymität im Web, Angst vor Data Leaks und Angriffen wildgewordener Trolle oder Krimineller. Auch versteckte Werbung, fehlende Transparenz waren Themen.

Mir fiel dann gegen Ende der lebhaften Diskussion noch ein Lösungsweg ein, der leider nur langfristig wirkt: die digitale Kompetenz in der Bildung stärken. Von der frühen Kindheit an. Letztlich hinterlässt mich die Diskussion inspiriert und auch motiviert. Manchmal weiß man nur nicht so recht, wo man anfangen soll. Konntest du für dich aus der Ethik-Diskussion konkrete Handlungsansätze ableiten?

Konkrete Handlungsansätze kann ein einzelner an sich nicht “stemmen”. Die Gesellschaft muss da gemeinsam einen Konsens finden, denke ich. Auf- oder überstülpen, bevormunden oder vorschreiben – das alles funktioniert nicht.

Als ich in der Diskussion das Stichwort “Bildung” etablierte und dazu ein wenig erklärte, erinnerte ich mich an die Zeit beim NiBiS. Meine Berufserfahrung “dreieinhalb Jahre Niedersächsischer Bildungsserver” als Angestellte auf Zeit im Öffentlichen Dienst. Da haben mein NiBiS-Team und ich uns unter anderem um die Medienbildung von Lehrerinnen und Lehrern gekümmert. Das war für mich bis Ende 2004 ein großes Thema, an dem ich aktiv mitwirken konnte. Die Erfahrungen, die zu der Zeit machte, waren wahrscheinlich nicht anders als sie heute wären: Wer sich dafür interessiert Fortbildungen zu besuchen und dann auch das Wissen weiter zu geben, ist immer ganz vorn dabei. Die Lehrkörper, die daran kein Interesse zeigten, konnten den Kindern und Jugendlichen auch nichts (an Wissen) geben. Da das Engagement an Schulen zu der Zeit noch recht “freiwillig” war, gab es keine einheitlichen Standards, was die Weiterbildung und Wissensvermittlung an Schüler betraf. Gern würde ich heute mal wieder in den NiBiS hineinschnuppern und erfahren, ob und was sich geändert hat.

Bildung heißt übrigens auch, dass man neugierig und interessiert ist. Das vermisse ich bei manchen Leuten im Alltag (wenn man sie so sprechen hört). Unsere Diskussionsrunde war da glücklicherweise ganz anders drauf. Hast du das auch so empfunden?

Absolut, im Ethik-Workshop und auch in den anderen Runden. Und es wurde kein Blatt vor den Mund genommen. In einem anderen Workshop hatte ich mich im Rahmen einer Kleingruppe mit Audio Search als neuem Megatrend zu beschäftigen. Die meisten von uns schienen KMU und Mittelständler zu sein. Wir kamen, ganz nonkonformistisch, zu dem Schluss: Nein, für uns ist das kein Trend, mit dem wir uns aktuell intensiv beschäftigen möchten. Denn Audio Search und Intelligente Lautsprecher mögen zwar spannend sein, aber im Moment allenfalls für innovative Startups, große Konzerne, das B2C-Geschäft – aber eben nicht für den Mittelstand oder für KMU.

Und das fand ich – zusammengefasst – das wirklich Positive an diesem Event: Offenheit, der Mut, es offen zu sagen, wenn man begeistert ist, aber eben auch, wenn man mit einem Thema nichts anfangen kann oder es für nicht relevant bzw. einen Hype hält. Das gehört für mich nämlich ebenfalls zu einem ganz wichtigen Faktor bei der Gestaltung des digitalen Wandels: nicht jedem Trend sofort folgen, sondern sortieren, schauen, was letztlich die Gesellschaft – oder: das eigene Unternehmen, die eigene Person – tatsächlich weiterbringt.

Oft ist es ja bei Events zu einem bestimmten Thema geradezu tabu, auch gegen den Trend zu argumentieren und quer zu denken. Das war hier nicht der Fall. Digitalisierung sollte man gestalten. Aber man darf Digitalisierung auch hinterfragen. Und: Längst nicht alles an der Digitalisierung ist toll. Auch wenn sie faszinierend ist. Oder?

Da stimme ich dir zu. Ich hinterfrage jedes (Trend-) Thema, auch wenn ich es unbedingt (kurz) ausprobieren möchte. Ich mache mir gern ein Bild, bevor ich urteile. Bei Audio Search fällt mir als erstes ein, dass ich es selten nutze und ausschließlich, wenn ich allein bin. Schließlich möchte ich meine Umwelt nicht mit Audio “nerven”. Ich gehöre eben auch nicht zu den Knäckebrot-WhatsApp-Nutzern (Anmerkung: die Nutzer, die sich per WhatsApp nur noch Sprachnachrichten zusenden).

Ich war ja zeitgleich in einem anderen Workshop. Der hätte dir auch gefallen, denke ich. Dr. Birgit Buschmann vom Ministerium für Wirschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat über “Digitale Arbeitswelten und analoge Unternehmenskultur” gesprochen.

Das beschäftigt uns beide bei der Arbeit mit den Kunden ja jeden Arbeitstag. Und wir arbeiten jeder im eigenen Unternehmen sowie gemeinsam in Projekten daran, dass die KMU fit im Digitalen, insbesondere in der Onlinekommunikation und bei ihren Webpräsenzen werden. Auf jeden Fall ist das Projekt “Initiative Wirtschaft 4.0” bei Frau Dr. Buschmann in guten Händen, denke ich nach ihrem unterhaltsamen sowie interessanten Vortrag. Sie stellte besonders heraus, dass der Mensch wichtig bei der Digitalisierung ist.

“Der Erfolg der digitalen Transformation ist von der Führung und einer Unternehmenskultur abhängig, die die Menschen in den Mittelpunkt stellt.”
Dr. Birgit Buschmann

Das Fazit von ihr in diesem Vortrag: “Digitale Transformation braucht kollektive Intelligenz und bringt Chancen für Diversity und Frauen!” Siehst du das genau so – ohne dass du bei dem Vortrag dabei warst – oder hast du noch weitere Gedanken dazu?

Dr. Birgit Buschmann, Ministerium für Wirschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Dr. Birgit Buschmann, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit u. Wohnungsbau B.-W.

Prinzipiell ja. Wobei ich das “braucht kollektive Intelligenz” in den Vordergrund stelle, mehr als das “bringt Chancen”. Die kollektive Intelligenz ist Voraussetzung für das Entstehen von Chancen. Das ist wohl genau das, was du hier aus deinem Workshop mitgebracht hast.

Die Digitalisierung bringt per se erstmal gar nichts mit sich. Sie ist von Menschen gemacht. Genauso wie die sogenannte “Künstliche Intelligenz” (bzw. Machine Learning als deren Vorstufe) von Menschen gemacht wird. Algorithmen werden von Menschen gemacht, ebenso wie Kommunikationstools sowie deren Funktionen und Regeln. Und übrigens auch die Globalisierung. All das sind keine Naturereignisse. Oft lese ich in den Medien, wir müssten Befürchtungen oder gar Angst haben, weil Digitalisierung, KI oder Globalisierung etwas mit sich brächten. Nein: All diese vermeintlich alternativlosen Trends und Innovationen sind die Folge unseres Handelns als Menschen. Daher ist es auch absurd, wenn Menschen “Künstliche Intelligenz” bauen und sich anschließend vor ihr fürchten.

Dies vorausgeschickt: Ganz klar, die Digitalisierung bringt große Chancen für Diversity. Sie kann Partizipation und Chancengleichheit erhöhen. Digitale Kommunikation macht vieles leichter, auch gerechter. Sie kann helfen, unfaire Benachteiligungen abzubauen. Das ist super. Manchmal muss es auch weh tun: Ich bin mir sicher, dass die Digitalisierung manch schmerzhafte Erfahrung für traditionell denkende Hierarchie-Menschen mit sich bringt, immer wieder.

Gleichzeitig darf man aber auch nicht vergessen, dass nicht alles, was Digitalisierung, neue Unmittelbarkeit, Flachheit der Hierarchien, Abbau kommunikativer Hemmnisse, ermöglicht, immer strategisch und ethisch sinnvoll ist. Es gilt, das Beste aus allem zu verbinden: aus traditionell gewachsenem Wissen, tradierten Werten, und jetzt so unglaublich schnell hinzu kommender gesellschaftlicher Innovation.

Das ist schon eine riesige Herausforderung, das geht vor allem nicht ohne Diskussion und auch Meinungsverschiedenheiten. Es gibt ja kein schlichtes richtig oder falsch bei Unternehmens-, Führungs- und Politikkultur, und auch das ist Diversität.

Und gerade weil das so komplex sind sind solche Events wie das jetzt gemeinsam erlebte auch so wichtig. Ich freue mich, dass wir dabei waren.

Ich merke gerade, dass wir diesen Blogchat noch stundenlang weiter führen könnten, die Themen und der Austausch gehen uns beim Schwerpunkt auf die “Digitalisierung” nie aus.

Ja, das Event war wirklich hochkarätig, inhaltlich wertvoll, toll organisiert und hat mehr als Spaß gemacht. Der Meinungsaustausch und die Networking-Möglichkeiten waren perfekt. Ich habe so viele tolle Leute wieder getroffen und auch neu kennengelernt. Ich schätze es, wenn Menschen komplex aber dabei unkompliziert sind. Da fühle ich mich wohl und verstanden.

Übrigens habe ich eben die digitalen Reminder, also die Fotos, die ich gemacht habe, durchgeschaut! Dabei habe ich leider viel zu wenig im Publikum die Männer und Frauen fotografiert, aber die aktiven Personen, die moderiert und vorgetragen haben, habe ich alle “erwischt”.  Weißt du was mir aufgefallen ist? Es sind wirklich nur Frauen auf den Fotos zu sehen! Das war mir während des Events gar nicht aufgefallen, weil es mir um die Inhalte ging. Und das passte alles.

Meine abschließende Frage an dich: Ist dir das auch aufgefallen, dass es nicht darum ging, ein “Frauen-Event” zu veranstalten, sondern dass hier kompetente (Frauen-) Köpfe an den richtigen Plätzen waren?

Absolut. Anmerken möchte ich, dass ich überhaupt nicht bewusst auf ein maßgeblich von Frauennetzwerken geplantes Event gegangen bin. Erst wenige Minuten vor Beginn wurde mir klar, dass dem so ist und dass in den Moderations- und Vortrags-Rollen an diesem Tag ausschließlich Frauen waren.

Aber was spielt das für eine Rolle? Sollte man sich deshalb ausgegrenzt fühlen? Sicher nicht. Ich habe das Gegenteil empfunden: Kompetenz, Engagement, Herzlichkeit und viele weitere positive Attribute. Ich habe keine Minute bereut, die ich bei diesem Event verbracht habe, ließ das Smartphone trotz sicherlich wartender E-Mails fast immer stecken, weil alles so spannend war und gegenseitige Aufmerksamkeit die Atmosphäre prägte. Das kommt selten vor.

Was mich zu meiner Schlussfrage an dich leitet: Sind eigentlich die meisten Events in den Frauennetzwerken qualitativ besser?

Für mich persönlich geht es bei den Events immer primär um das Thema. Wenn das Thema passt, habe ich meinen Spaß und lasse mich gern inspirieren und gebe meinen Output dazu.

Was mir bei vielen (von Männern organisierten) Events der Vergangenheit bisher negativ aufgefallen ist, dass meistens Männer Männer fragen, ob sie einen Vortrag halten möchten. So langsam ändert sich das. Aber auch nur, weil die Frauennetzwerke auf sich aufmerksam gemacht machen.

Bei Frauennetzwerken ist ein Event anders. Es wird Wert darauf gelegt, dass zuerst unter den Frauen Rednerinnen, Moderatorinnen, Fotografinnen usw. gesucht werden. Das ist insofern gut begründet, weil – wie gesagt – sonst meistens Männer in den aktiven Rollen auf den Events in der Anzahl überwiegen. Jedoch ist man auch völlig entspannt, wenn ein kompetenter Mann auf der Bühne oder im Publikum dabei ist. Das wirst du sicherlich bemerkt haben, dass die Frauennetzwerke sich nicht gegen Männer und deren Präsenz richten. Bei den meisten Veranstaltungen sind Männer als Gäste gern gesehen.

Ich würde auch jedem Mann einmal empfehlen auf eine Veranstaltung der Digital Media Women zu gehen. Dann wird es ihm so gehen wie dir. Er wird merken, dass es in erster Linie nicht um das Geschlecht, sondern um die Kompetenz und das Thema geht. Hier ist sie eben weiblich – im Gegensatz zu den meisten männerlastigen Konferenzen. Netzwerk-aufgeschlossene Frauen mögen gern andere interessierte Frauen zu einem fachlichen Austausch treffen. Von vornherein ist eine ganz andere (positive) Stimmung im Raum. Das ist der Grund, warum die Events der Frauennetzwerke so erfolgreich sind.

Ein guter Abschluss unseres Gesprächs (sonst hören wir nie auf …) ist bestimmt das Zitat von Birgit Nüchter (Leitung Steinbeis-Beratungszentrum Führungskompetenz) nach dem Event auf Facebook.

Rückblick – was für eine tolle Veranstaltung

Die Arbeit hat sich wirklich auf ganzer Linie gelohnt. Wir sind alle ganz begeistert, welcher Spirit, welche Energie und welche Begeisterung für Chancen gestern zu spüren war. In den Workshops wurde intensiv diskutiert, die Impulse gaben neue Einblicke und Perspektiven und das Netzwerken in den Pausen und zum Abschluss war sowieso grandios. […]

Birgit Nüchter

Steinbeis-Beratungszentrum

Nicole Y. Jodeleit

Nicole Y. Jodeleit

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